Implanon - Verhütung unter der Haut
Seit Juni 2000 ist ein Präparat namens Implanon in Deutschland als Verhütungsmittel zugelassen worden. Das etwa streichholzlange Kunststoffstäbchen wird an der Innenseite des Oberarms unter die Haut operativ eingesetzt. Damit ist für 3 Jahre eine sehr sichere Verhütung gewährleistet. Wie die Dreimonatsspritze hemmt Implanon durch die ständige Abgabe von Hormonen in den Körper den Eisprung und verändert den Schleim im Gebärmutterhals.
Das Einsetzen von Implanon erfolgt in örtlicher Betäubung. Bei der Entfernung wird der Fremdkörper in örtlicher Betäubung entfernt. Es bleibt eine in aller Regel deutlich sichtbare Narbe.
Mögliche Nebenwirkungen von Implanon
- sehr häufig unregelmäßige Blutungen und Dauerblutungen
- sehr selten Ausbleiben der Menstruation
- Gewichtszunahme
- Psychische Verstimmungen (selten)
Implanon oder eine Spirale?
Nach einer Studie der Herstellerfirma haben von über 1000 Erstanwendern innerhalb des ersten Jahres mehr als 20% der Frauen das Implantat wieder entfernen lassen. Es zeigte sich, daß das Präparat im Einsatz bei vielen Menschen insbesondere wegen der unerfreulichen Blutungsstörungen sehr viel Ärger verursacht hat. Keine andere Verhütungsmethode hat in meiner Praxis so häufig zornige Kommentare seitens meiner Patienten ausgelöst wie diese.
