Beckenbodentraining bei Harninkontinenz
| Das Beckenbodentraining ist eine besondere Form der Gymnastik, die dazu entwickelt wurde, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und zu straffen. Diese Gymnastik muß jeder bei sich zu Hause täglich machen und zum Teil seiner täglichen Routine werden lassen. Mal einen Kurs machen und es dann vergessen ist Unfug. Wie alles in Deutschland wird in den letzten jahren auch aus diesem Bereich ein lukratives Geschäft gemacht, an dem sich zahlreiche Leute gesund stoßen. Das ist unnützer Unfug. Um das zu lernen braucht es keine teuer bezahlte Kursserie sondern ein wenig Lesen und dann tägliches Üben. Der Beckenboden - ein flächiger Muskel, der das Becken nach unten hin abschließt - trägt und stützt die inneren Organe und hat auch die Aufgabe, zum Beispiel bei Entleerung der Blase, den Ausgang der Harnröhre zu öffnen und wieder fest zu verschließen. Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann diese Funktion nicht in vollem Maße unterstützen. Es kommt zu ungewolltem Harnverlust. Die gesamte Muskulatur im Beckenboden lässt sich willentlich steuern, d. h. bewusst zusammenziehen oder entspannen. Ein Gefühl für die Arbeit der Beckenbodenmuskulatur bekommt man, wenn man beim Wasserlassen den Urinstrahl unterbricht. Nach erfolgter Harnentleerung ist auch durch ein kurzes Pressen gut zu spüren, wie sich der Beckenboden nach unten senkt. Diese Muskeln zwischen Ihren Beinen werden also beim Beckenbodentraining gestärkt. In direktem Zusammenhang mit der Belastung des Beckenbodens steht die Atmung. Beim Einatmen vergrößert sich der Brustraum, und der Bauchraum wird kleiner. Damit wird auch der Druck auf die Beckenbodenmuskulatur größer. Aus diesem Grund muß jede Anspannung der Muskulatur mit der Ausatmung verbunden sein, um einen zu starken Druck auf den Beckenboden zu verhindern. Die Blase sollte bei allen Übungen gefüllt sein, um ein Gespür für die abdichtende Wirkung der Beckenbodenmuskulatur zu entwickeln. |
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